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Microsoft Advertising E-Commerce High-Ticket Account-Übernahme

Wie ein Microsoft-Ads-Account von 4,44× auf 9,17× ROAS entwickelt wurde

Der Account wurde mit strukturellen Altlasten und unvollständiger Umsatzmessung übernommen. Nach Account-Bereinigung, sauberem Tracking und einer schrittweisen Neuausrichtung stieg der ROAS über vier aufeinanderfolgende Monate um rund 107 %.

Datenbasis: Microsoft Ads · Kauf-Conversions · Tracking vollständig aktiv seit kurz vor dem 1. Monat · Vergleich über vier aufeinanderfolgende Monate

ROAS im 4. Monat
9,17×

4,44× im 1. Monat · +107 %

KUR im 4. Monat
10,9 %

22,51 % im 1. Monat

Attribuierter Conversion-Wert
47.146 €

+23 % gegenüber dem 1. Monat

Kosten pro Conversion
302 €

717 € im 1. Monat · −58 %

Werbekosten im 4. Monat
5.140 €

−40 % gegenüber dem 1. Monat

Werte laut Microsoft Ads, Gesamtaccount. Conversion-Wert bezeichnet den plattformseitig attribuierten Wert, keinen geprüften Backend-Umsatz.

Bevor mehr Budget sinnvoll war, musste zunächst die Grundlage stimmen

Der Microsoft-Ads-Account eines mittelständischen E-Commerce-Anbieters mit hochpreisigen Produkten und längeren Entscheidungsprozessen wurde aus einer bestehenden Betreuung übernommen. Auf den ersten Blick schien insbesondere Shopping stärker zu performen als Search.

Bei der Analyse zeigte sich jedoch, dass die Datengrundlage und mehrere Account-Bestandteile zunächst bereinigt werden mussten, bevor belastbare Budgetentscheidungen möglich waren.

Was wir bei der Übernahme vorfanden

  • Keine belastbare Umsatzmessung vor Beginn des Messzeitraums
  • Veraltete Anzeigentexte, teilweise mit Weihnachtsaktionen
  • Fehlerhafte Produktbezeichnungen
  • Widersprüchliche Brand- und Keyword-Einstellungen
  • Eigene Brand teilweise als negatives Keyword hinterlegt
  • Irrelevante Länder- und Sprachaussteuerung
  • Keine verlässliche Grundlage für wirtschaftliche Kampagnenvergleiche

Die zentralen Fragen

  1. 01

    Welche Kampagnen erzeugen tatsächlich wirtschaftlich relevanten Conversion-Wert?

  2. 02

    Wird Budget auf Basis unvollständiger Daten zwischen Search und Shopping verschoben?

  3. 03

    Welche Kampagnen sammeln nur günstige Klicks und welche erzeugen Conversion-Wert?

  4. 04

    Sind Kauf-Conversions und Conversion-Werte vollständig erfasst?

  5. 05

    Welche Kampagnen sollten reduziert, stabilisiert oder skaliert werden?

  6. 06

    Ab wann ist die Datengrundlage belastbar genug für größere Budgetentscheidungen?

Unser Ansatz

  1. 01

    Account-Grundlage bereinigen

    Veraltete Anzeigen, fehlerhafte Produktbegriffe, widersprüchliche Keyword-Einstellungen sowie irrelevante Länder- und Sprachaussteuerung wurden korrigiert.

  2. 02

    Kauf- und Umsatztracking herstellen

    Kurz vor dem 1. Monat wurden Käufe und Conversion-Werte belastbar erfasst. Damit konnten Kampagnen erstmals nach ihrem wirtschaftlichen Beitrag statt nur nach Klicks bewertet werden.

  3. 03

    Nicht vorschnell Budget verschieben

    Search wurde trotz zunächst schwächer wirkender Performance nicht pauschal reduziert. Stattdessen wurde der Bereich kontrolliert weitergeführt und auf Basis der neuen Daten bewertet.

  4. 04

    Nach Wirtschaftlichkeit steuern

    Ab dem 1. Monat wurden Kampagnen anhand von Conversion-Wert, ROAS, KUR, Kosten pro Conversion und Suchintention priorisiert und kontinuierlich angepasst.

Der erste vollständig gemessene Monat

Da das Umsatztracking erst kurz zuvor vollständig aktiv wurde, ist der 1. Monat der erste mit durchgängig erfassten Kauf-Conversions. Er dient deshalb als Referenzpunkt für alle folgenden Vergleiche.

Gesamtaccount · 1. Monat

Der Ausgangspunkt der Messung

Attribuierter Conversion-Wert
38.194,40 €
Werbekosten
8.599,40 €
ROAS
4,44×
KUR
22,51 %
Conversions
12
Kosten pro Conversion
716,62 €
Klicks
24.906
Ø CPC
0,35 €

Einzelkampagne · 1. Monat

Stärkste Non-Brand-Search-Kampagne

Attribuierter Conversion-Wert
19.151,38 €
Werbekosten
2.401,43 €
ROAS
7,97×
KUR
12,54 %
Conversions
4

Diese Search-Kampagne war im 1. Monat zugleich die Kampagne mit dem höchsten attribuierten Conversion-Wert im gesamten Account. Die Analyse zeigte bereits im ersten vollständigen Messmonat, dass Search nicht grundsätzlich ineffizient war.

Search gesamt · 1.–4. Monat

Search über den gesamten Zeitraum

Attribuierter Conversion-Wert
131.142 €
Werbekosten
22.007 €
ROAS
5,96×
KUR
16,78 %
Anteil am Account-Conversion-Wert
rund 88 %

Search blieb über alle vier Monate der wesentliche Träger des attribuierten Conversion-Werts. Eine pauschale Reduktion hätte daher das Risiko beinhaltet, einen wirtschaftlich relevanten Bereich zu schwächen.

Im 4. Monat allein erzielte Search 38.341 € Conversion-Wert bei 3.612 € Werbekosten und einem ROAS von 10,61.

Die Plattform-Attribution beweist nicht, dass Search jeden Kauf allein ausgelöst hat.

Datenbasis und Methodik

Datenbasis: Microsoft Advertising. Dargestellte Werte sind plattformseitig attribuierte Conversion-Werte und keine ungeprüften Backend-Umsätze. Vollständiges Umsatztracking seit kurz vor dem 1. Monat, weshalb der Vormonat nicht als Vergleichsmonat herangezogen wird. ROAS entspricht Conversion-Wert geteilt durch Werbekosten, KUR entspricht Werbekosten geteilt durch Conversion-Wert. Die Werte sind keine Aussage über Marge, Retouren oder Stornos.

Vier Monate später: deutlich bessere Wirtschaftlichkeit

Die Entwicklung verlief nicht linear. Nach einem schwächeren 2. Monat wurden Budgets und Kampagnen weiter nach Wirtschaftlichkeit priorisiert. Im 3. und 4. Monat verbesserten sich Effizienz und Conversion-Wert deutlich.

ROAS im Verlauf

Längere Balken bedeuten einen wirtschaftlich günstigeren Ertrag je eingesetztem Werbe-Euro.

1. Monat
4,44×
2. Monat
2,49×
3. Monat
6,27×
4. Monat
9,17×

1. Monat

Attribuierter Conversion-Wert
38.194 €
Werbekosten
8.599 €
ROAS
4,44×
KUR
22,51 %
Conv.
12
Kosten pro Conversion
716,62 €

2. Monat

Attribuierter Conversion-Wert
21.724 €
Werbekosten
8.742 €
ROAS
2,49×
KUR
40,24 %
Conv.
10
Kosten pro Conversion
874,16 €

3. Monat

Attribuierter Conversion-Wert
42.149 €
Werbekosten
6.718 €
ROAS
6,27×
KUR
15,94 %
Conv.
19
Kosten pro Conversion
353,56 €

4. Monat

Attribuierter Conversion-Wert
47.146 €
Werbekosten
5.140 €
ROAS
9,17×
KUR
10,9 %
Conv.
17
Kosten pro Conversion
302,37 €

Die Balken vergleichen jeweils dieselbe Kennzahl über die vier Monate. Conversion-Wert und Werbekosten haben eigene Skalen und sind nicht gegeneinander lesbar.

Gesamtaccount · 1. gegenüber 4. Monat

Was sich in vier Monaten verändert hat

ROAS
4,44× → 9,17× +107 %
Kosten pro Conversion
717 € → 302 € −58 %
Attribuierter Conversion-Wert
38.194 € → 47.146 € +23 %
Conversions
12 → 17 +42 %
Werbekosten
8.599 € → 5.140 € −40 %
KUR
22,51 % → 10,9 % −52 %

Im 4. Monat erzielte der Account rund 23 % mehr attribuierten Conversion-Wert als im 1. Monat, bei rund 40 % weniger Werbekosten.

Einordnung einzelner Kampagnen

Nach der Neustrukturierung erreichten einzelne Kampagnen im 4. Monat deutlich höhere ROAS-Werte als der Accountdurchschnitt. Da diese Kampagnen jeweils nur wenige hundert Euro Werbekosten und eine einstellige Zahl an Conversions aufweisen, sind sie als Einzelnachweis nicht belastbar. Die Bewertung dieses Falls stützt sich deshalb durchgängig auf die Accountebene.

Nicht jede schwache Kampagne ist ein Performance-Problem. Manchmal liegt das Problem in Messung, Struktur oder Steuerung.“

Was wir daraus ableiten

Messung kommt vor Skalierung

Ohne vollständige Kauf- und Conversion-Werte lassen sich Kampagnen nicht zuverlässig nach Wirtschaftlichkeit steuern.

Account-Hygiene kommt vor mehr Budget

Veraltete Anzeigen, fehlerhafte Keywords und widersprüchliche Aussteuerung verzerren Performance und Lernsignale.

CPC ist keine Wirtschaftlichkeitskennzahl

Günstige Klicks sind nur dann wertvoll, wenn daraus wirtschaftlich relevante Conversions und Conversion-Werte entstehen.

Performance entwickelt sich nicht linear

Der schwächere 2. Monat zeigt, warum einzelne Monate nicht isoliert bewertet werden sollten. Entscheidend ist, wie systematisch auf neue Daten reagiert wird.

Dieser Case ist für Sie relevant, wenn …

  • Paid Search hauptsächlich anhand von CPC oder kurzfristigen Abschlüssen bewertet wird
  • unklar ist, ob Search, Shopping und Brand sauber voneinander abgegrenzt sind
  • Conversion-Werte zwischen Shop, Tracking-System und Werbeplattform voneinander abweichen
  • ein Account aus einer vorherigen Betreuung übernommen wurde
  • Kampagnen reduziert oder skaliert werden sollen, bevor eine belastbare Datenbasis vorliegt
  • Microsoft Ads bislang nur als kleiner Zusatzkanal betrachtet wird

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Wir prüfen Google Ads und Microsoft Ads auf Messlücken, strukturelle Ineffizienzen und falsche Budgetsignale und zeigen, wo wirtschaftliches Potenzial aktuell übersehen oder Budget ineffizient eingesetzt wird.

Was Sie aus der Analyse mitnehmen

  • Die größten Mess- und Steuerungslücken im Account
  • Kampagnen mit auffälligen Budget- oder Performance-Signalen
  • Priorisierte Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte
Account-Potenzial prüfen

Für mittelständische E-Commerce-Unternehmen · Google Ads & Microsoft Ads · Fokus auf Conversion Tracking, ROAS und wirtschaftliche Skalierung