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Google Ads Leadgenerierung Tracking Healthcare

Wie ein Google-Ads-Konto vom Klick bis zum wahrgenommenen Termin messbar wurde

Wie wir für eine Augenklinik in Nordrhein-Westfalen einen bestehenden Google-Ads-Account analysierten, nach Suchintention und Buyer Personas neu strukturierten und die Tracking-Kette bis zur Terminbuchung und ihrem Status aufbauten.

Datenbasis: Google Ads · Terminbuchungssystem · Betrachtung der ersten rund fünf Wochen nach dem Neuaufbau

Verknüpfte Terminbuchungen
23

technisch bis zur ursprünglichen Anzeigeninteraktion zurückverfolgbar

Google-Ads-Conversions
24

plattformseitig attribuiert im Betrachtungszeitraum

Kosten pro Conversion
134 €

auf Kontoebene

Wichtiger als das Volumen: Laut aktuellem Kundenfeedback weisen die generierten Anmeldungen eine sehr hohe Qualität auf, die No-Show-Rate wird als niedrig beschrieben.

Qualitatives Kundenfeedback, keine gemessene Quote

Nachfrage war vorhanden. Steuerbarkeit nicht.

Die Klinik hält wöchentlich rund 35 Termin-Slots vor. Davon waren etwa 23 belegt, was einer Auslastung von rund 65 % entspricht. Zusätzlich fielen gebuchte Termine aus, ohne abgesagt zu werden.

Das Ziel war deshalb nicht, um jeden Preis mehr Anfragen zu erzeugen, sondern vorhandene Kapazität wirtschaftlich besser auszulasten. Zu Projektbeginn wurde je zusätzlichem Termin eine Größenordnung von 300 bis 400 € angesetzt.

Diese Spanne stammt aus der Potenzialrechnung zu Projektbeginn. Sie beschreibt den kalkulatorischen Wert einer zusätzlichen Auslastung, keinen gemessenen Erlös je Buchung.

Was der Audit gezeigt hat

Aus der Analyse des bestehenden Kontos sind das die vier Befunde, die eine Geschäftsführung kennen sollte.

<10 %
der verfügbaren Reichweite erreicht

Der Account war im Markt kaum präsent.

>75 %
Impressionen durch Anzeigenrang verloren

Nicht das Budget war die Grenze, sondern die Qualität der Aussteuerung.

99,61 %
der kostenverursachenden Keywords auf „weitgehend passend"

Ohne gepflegte Negativlisten und ohne klare Intent-Trennung.

1 Signal
Jede Terminbuchung zählte gleich viel

Unabhängig davon, was danach im Geschäftsprozess passierte.

Das Problem war nicht zu wenig Traffic. Es fehlte eine Struktur, mit der sich Nachfrage und Lead-Qualität überhaupt bewerten ließen.

Erst Struktur. Dann Skalierung.

Vier Schritte, die aufeinander aufbauen. Keiner davon lässt sich sinnvoll vorziehen.

  1. Nachfrage nach Intention trennen

    Brand, Wettbewerb, lokale High-Intent-Suche, Behandlungssuchen und Kosten- oder Vergleichsanfragen werden getrennt steuerbar.

  2. Eigene Ansprache je Persona

    Dieselbe medizinische Leistung ist für verschiedene Menschen aus verschiedenen Gründen relevant. Anzeigen und Landingpages folgen dem.

  3. Tracking bis zur Terminbuchung

    Die Klick-ID wird über die Landingpage bis in den konkreten Buchungsdatensatz durchgereicht.

  4. Nachgelagerte Signale zurückspielen

    Offline-Conversions erfassen inzwischen auch Statusinformationen wie „Zum Termin erschienen".

Was sich strukturell verändert hat

Vorher

  • Flache Kampagnenstruktur ohne Intent-Trennung
  • 99,61 % der kostenverursachenden Keywords auf „weitgehend passend"
  • Keine systematisch gepflegten Negativlisten
  • Weniger als 10 % der verfügbaren Reichweite
  • Terminbuchung als einziges Erfolgssignal
  • Keine Zuordnung von Buchung zur ursprünglichen Anzeige

Heute

  • Brand, Wettbewerb, High Intent, Behandlungen und Kostenanfragen getrennt
  • Suchbegriffe nach Intention geprüft und gesteuert
  • Lokale High-Intent-Nachfrage priorisiert
  • Search Impression Share auf Kontoebene rund 19,7 %
  • 23 Terminbuchungen technisch mit der Anzeigeninteraktion verknüpft
  • Offline-Conversion-Logik bis „Zum Termin erschienen"

Nicht jedes Segment trägt bereits. Kosten- und Vergleichsanfragen sowie Teile der Behandlungssuchen liegen aktuell deutlich über dem durchschnittlichen CPA, die Wettbewerbskampagne hat bisher keine Conversion erzeugt. Sichtbar wird das erst durch die neue Struktur.

Die Struktur zeigt, welche Nachfrage trägt

Erst die Trennung nach Suchintention macht sichtbar, wo die wirtschaftlich relevanten Buchungen tatsächlich entstehen.

Attribuierte Conversions nach Kampagnentyp

Non-Brand High Intent
12,92
Brand
7,46
Übrige Segmente
3,62

Rund 85 % der attribuierten Conversions stammen aus Brand und lokaler High-Intent-Suche, also aus den beiden gezielt priorisierten Bereichen.

Die Nachkommastellen sind kein Rundungsfehler: Google Ads verteilt Conversions über ein Attributionsmodell auf mehrere beteiligte Interaktionen und weist deshalb anteilige Werte aus. Sie beschreiben Zuordnungsanteile, keine Personen.

Was im Gesundheitsbereich anders ist

Werbung unter Auflagen

Anzeigen und Landingpages für medizinische Leistungen unterliegen dem Heilmittelwerbegesetz und den Google-Richtlinien für Gesundheitswerbung. Beides begrenzt, was versprochen werden darf, und entscheidet mit darüber, ob Anzeigen überhaupt ausgeliefert werden. Wir arbeiten regelmäßig unter diesen Vorgaben und berücksichtigen sie von der Keyword-Auswahl bis zur Formulierung der Landingpage.

Die rechtliche Freigabe der Aussagen bleibt bei Ihnen.

Nicht jede Suche ist gleich viel wert

Wer nach Kosten und Vergleichen sucht, steht an einem anderen Punkt als jemand mit konkretem Behandlungsbedarf in seiner Nähe. Beide laufen deshalb in getrennten Kampagnen und werden getrennt bewertet. Im aktuellen Konto liegen Kosten- und Vergleichsanfragen deutlich über dem durchschnittlichen CPA, während rund 85 % der Buchungen aus Brand und lokaler Bedarfssuche entstehen.

Erst diese Trennung macht die Entscheidung möglich, ein Segment zu begrenzen, statt es mitzuschleppen.

Nicht jede Impression ist gleich wertvoll

Ziel ist keine flächendeckende Präsenz, sondern hohe Abdeckung dort, wo wirtschaftlich relevante Nachfrage entsteht.

Search Impression Share

Ursprünglicher Audit
<10 %
Konto heute
19,7 %
High Intent lokal
43,7 %
Brand
87,2 %

Audit und aktuelles Konto betrachten unterschiedliche Zeiträume. Die Werte zeigen die strukturelle Veränderung, sie sind kein exakter Vorher-Nachher-Vergleich derselben Periode.

Eine Leistung. Drei Entscheidungslogiken.

Dieselbe Behandlung kann aus sehr unterschiedlichen Gründen relevant werden. Deshalb laufen Anzeigen und Landingpages getrennt.

Persona 1

Klicks
945
Conversions
10,92

Persona 2

Klicks
713
Conversions
4,12

Persona 3

Klicks
1.285
Conversions
7,59

Alle drei Ansätze erzeugen bereits Buchungen und lassen sich dadurch getrennt auswerten und weiterentwickeln. Für die Aussage, welcher Ansatz dauerhaft der stärkste ist, reicht der bisherige Zeitraum nicht aus.

Vom Klick bis zum Terminstatus

Die Kette verbindet die Anzeigeninteraktion mit dem konkreten Buchungsdatensatz und inzwischen auch mit dem, was danach passiert.

  1. Google Ads

    Anzeige wird geklickt

  2. Klick-ID

    wird an die Landingpage übergeben

  3. Persona-Landingpage

    reicht die Kennung an das Buchungssystem weiter

  4. Terminbuchung

    wird mit der ursprünglichen Interaktion verknüpft

  5. Terminstatus

    erfasst nachgelagert auch „Zum Termin erschienen"

Entscheidend ist nicht, die Buchung überhaupt zu messen. Entscheidend ist, die Kampagnensteuerung schrittweise näher an das tatsächliche wirtschaftliche Ergebnis zu bringen.

Der Status wird erfasst, aber noch nicht als Optimierungsziel verwendet. Ein großer Teil der gebuchten Termine liegt im Betrachtungszeitraum zeitlich noch vor der Wahrnehmung. Eine Show-up-Quote lässt sich daraus derzeit nicht seriös ableiten.

Ein niedriger Preis pro Lead ist noch kein Geschäftsergebnis.“

Das Prinzip gilt weit über Leadgenerierung hinaus

Das relevante Optimierungssignal liegt fast immer tiefer im Geschäftsprozess als die Conversion, die die Werbeplattform zuerst sieht.

Leadgenerierung

  1. Anzeige

  2. Terminbuchung

  3. Qualifikation

  4. Termin wahrgenommen

E-Commerce

  1. Anzeige

  2. Bestellung

  3. Retoure und Storno

  4. Deckungsbeitrag

Je näher das Optimierungssignal am tatsächlichen Geschäftsergebnis liegt, desto fundierter lässt sich Budget steuern.

Was wir daraus ableiten

Messung kommt vor Skalierung

Mehr Budget auf ein unscharfes Signal skaliert vor allem die Unschärfe.

Nicht jeder Lead ist gleich viel wert

Lead-Qualität gehört in die Kampagnenbewertung, nicht nur in das Vertriebsgespräch danach.

Intent braucht eigene Steuerung

Marken-, Bedarfs- und Informationssuche verhalten sich wirtschaftlich völlig unterschiedlich und sollten deshalb getrennt bewertet werden.

Plattformdaten sind nur der Anfang

Die wertvollsten Signale entstehen meist erst danach: im CRM, im Shop oder im operativen Prozess.

Dieser Case ist für Sie relevant, wenn …

  • Google Ads auf eine Conversion optimiert, deren wirtschaftlicher Wert unklar ist
  • Leads entstehen, aber Vertrieb und Marketing ihre Qualität unterschiedlich bewerten
  • Informationen zwischen Website, Buchungssystem, Shop oder CRM verloren gehen
  • Kampagnen überwiegend über weitgehend passende Keywords laufen
  • Brand und Non-Brand nicht sauber voneinander getrennt bewertet werden
  • vorhandene Kapazität wirtschaftlicher ausgelastet werden soll
  • Werbung rechtlichen Vorgaben unterliegt, etwa im Gesundheitsbereich
  • hochpreisige Leistungen beworben werden und Preisvergleicher Budget binden

Ein zweiter Fall aus dem E-Commerce: Wie ein Microsoft-Ads-Account von 4,44× auf 9,17× ROAS entwickelt wurde →

Optimiert Google bei Ihnen auf eine Conversion oder auf das Geschäftsergebnis?

Wir analysieren, welche Signale Ihre Kampagnensteuerung aktuell verwendet, wo Informationen zwischen Website, Shop oder CRM verloren gehen und welche Daten sich zurück in die Werbeplattform bringen lassen.

Was Sie aus der Analyse mitnehmen

  • Welches Signal Ihre Kampagnen heute tatsächlich steuert
  • Wo zwischen Klick und Abschluss Informationen abreißen
  • Priorisierte Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte
Account-Potenzial prüfen

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