Kleinere Datenmengen
Bei wenigen hundert Conversions im Monat tragen statistische Verfahren wenig. Umso mehr hängt an einer Messung, die stimmt.
Grundlagen
Data Driven Marketing bezeichnet eine Arbeitsweise, bei der Marketingentscheidungen aus gemessenen Daten abgeleitet werden: aus dem Verhalten von Interessenten, aus Verkaufs- und Umsatzzahlen und aus der Rückmeldung von Vertrieb oder Shop. Gemeint ist die gesamte Kette von der Messung bis zur Entscheidung. Im Deutschen steht dafür der Begriff datengetriebenes Marketing.
Fällt einer davon aus, bleibt von den übrigen wenig übrig. Ein sauber ausgewerteter Bericht hilft nicht, wenn die zugrunde liegende Messung Lücken hat.
Welche Ereignisse hält ein Unternehmen überhaupt fest? Anfragen, Bestellungen, Termine, Angebote, Stornos. Was nirgends erfasst wird, kann später keine Entscheidung tragen.
Die Ereignisse müssen vollständig und mit dem richtigen Wert dort ankommen, wo entschieden wird. Das ist der Teil, an dem in der Praxis am häufigsten etwas fehlt.
Jede Kennzahl beantwortet eine bestimmte Frage. Wer wissen will, ob sich eine Kampagne lohnt, braucht eine andere Größe als jemand, der Reichweite beurteilt.
Budget, Kanäle und Zielwerte folgen aus den Zahlen. Und es wird festgehalten, welche Zahl eine Entscheidung getragen hat, damit sie später überprüfbar bleibt.
Vier Merkmale, an denen sich ablesen lässt, ob in einem Unternehmen datengetrieben gearbeitet wird.
Vor dem Start steht fest, woran der Erfolg gemessen wird und welcher Wert dafür erreicht sein muss.
Eine Conversion im Werbekonto lässt sich bis zu Umsatz, Auftrag oder Termin zurückverfolgen.
Wenn Shop, Tracking und Werbekonto unterschiedliche Zahlen zeigen, wird die Ursache gesucht, bevor eine Entscheidung darauf aufbaut.
Es ist später noch erkennbar, warum ein Budget verschoben oder eine Kampagne beendet wurde.
Die Quellen liegen in den meisten Unternehmen bereits vor. Sie sind nur selten miteinander verbunden.
Der Aufwand liegt selten in der Menge der Daten. Er liegt darin, sie so zu verbinden, dass eine Zahl aus dem einen System zur Zahl aus dem anderen passt.
Die Definition gilt für Konzerne und für Unternehmen mit dreißig Mitarbeitenden gleich. Die Umsetzung unterscheidet sich erheblich.
Bei wenigen hundert Conversions im Monat tragen statistische Verfahren wenig. Umso mehr hängt an einer Messung, die stimmt.
Wer über das Budget entscheidet, kennt das Geschäft meist im Detail. Eine Zahl kann direkt besprochen werden, ohne mehrere Ebenen zu durchlaufen.
Die Arbeit muss in bestehende Abläufe passen und ohne laufende Betreuung durch Spezialisten bestehen bleiben.
Shop, Warenwirtschaft und CRM sind über Jahre entstanden. Der Weg von der Bestellung zur auswertbaren Zahl führt durch diese Systeme.
Wenn jeder Euro zählt, ist die Frage wichtiger, ab welchem Punkt zusätzliches Budget noch profitabel arbeitet.
Im B2B liegen zwischen erster Suche und Auftrag oft Monate. Die Messung muss diesen Zeitraum überbrücken.
Vier Befunde, die uns in Analysen regelmäßig begegnen.
Das Werbekonto zählt Formularabsendungen, aber jede zählt gleich viel. Die Steuerung optimiert dann auf Menge.
Shop und Werbekonto zeigen unterschiedliche Umsätze. Solange die Ursache unklar ist, trägt keine der beiden Zahlen eine Entscheidung.
Der Vertrieb weiß, welche Anfragen etwas taugen. Diese Bewertung erreicht das Marketing häufig nicht.
Nach einem Update fehlen Daten, ohne dass eine Fehlermeldung erscheint. Auffallen kann das erst Wochen später.
Rechnung
Wie sich aus der Marge nach variablen Kosten ein Ziel-ROAS und ein Ziel-CPA herleiten lassen.
Case · Gesundheitsbereich
Ein Konto, in dem der Status einer Terminbuchung zur Grundlage der Kampagnensteuerung wurde.
Case · E-Commerce
Ein Konto, in dem dieselbe Summe anders verteilt wurde, nachdem die Messung stimmte.
Wir sehen uns an, welche Daten in Ihrem Unternehmen entstehen, wo sie abbrechen und welche Zahlen Ihre Kampagnen derzeit steuern. Sie erhalten eine Einschätzung mit den nächsten Schritten.